Braille-Keyboard „Connecta“

Im Folgenden möchten wir Ihnen unser Braille-Keyboard „Connecta“ vorstellen.

„Connecta“ richtet sich an Menschen, die hochgradig sehbehindert oder blind sind. Viele dieser Zielgruppe arbeiten an ihren Smartphones mit einer Sprachausgabe (u.a. VoiceOver, TalkBack). Senden sie eine Nachricht, diktieren sie üblicherweise diese Nachricht, da dies schnell geht und komfortabel ist. Je nach Umgebung (z. B. öffentlicher Raum) eignet sich diese Methode aber nicht unbedingt, da andere Menschen hören können, was eine Person diktiert. „Connecta“ ermöglicht den Verzicht auf die virtuelle Tastatur, die für blinde und hochgradig sehbehinderte Personen schwer zu bedienen ist, weil das haptische Feedback fehlt.

„Connecta“ hat eine seifenähnliche Form, die es ermöglicht, sie mittels Magneten gut an der Hinterseite eines Smartphones zu befestigen. Damit ist sie sehr ergonomisch und gut bedienbar. Auf der linken und rechten Seite unserer „Connecta“ befinden sich jeweils vier Tasten, welche die Eingabe von Zeichen jeder Art ermöglichen. Bei der „Connecta“ handelt es sich um ein reines Eingabegerät. Die Anordnung der Tasten entspricht der Anordnung auf einer Braillezeile (Braille-Display). Auf der linken Seite befinden sich die Punkte 1, 2, 3 und 7, auf der rechten Seite befinden sich die Punkte 4, 5, 6 und 8. Durch Drücken einer oder mehrerer Tasten erfolgt die Eingabe. Die Sprachausgabe am Smartphone gibt das eingegebene Zeichen wieder. Auf der unteren Seite befindet sich der Anschluss zum Laden der „Connechta“ (USB-C Schnittstelle). Über ein 5V-Netzteil kann die „Connecta“ an einer Steckdose geladen werden. Auch das Laden am PC ist möglich. Beim Drücken der Tasten wird ein Vibrationssignal ausgesandt, welches Rückmeldung darüber gibt, dass diese Tasten tatsächlich gedrückt wurden.

Auf diese Art können die Nutzer auf die virtuelle Tastatur, die eingeblendet wird, verzichten. Wurde die „Connecta“ über Bluetooth verbunden, wird die virtuelle Tastatur, die unter einem Eingabefeld eingeblendet wird, nicht angezeigt. Über die „Connecta“ ist eine präzise Eingabe möglich, ohne die Zeichen löschen zu müssen, die man bei einer virtuellen Tastatur versehentlich angetippt und damit eingegeben hat. Nach zweiminütiger Inaktivität schaltet sie sich automatisch aus. Möchte man die Tastatur nicht mehr am Smartphone befestigt haben, kann sie leicht abgetrennt werden.

Derzeit kann die Eingabe nur über Computerbraille erfolgen. Langfristig ist vorgesehen, sie auch für Voll- und Kurzschrift zugänglich zu machen. Um „Connecta“ optimal nutzen zu können, sind Kenntnisse der Blindenschrift erforderlich.

Unser Ziel ist es, „Connecta“ für alle Menschen der Zielgruppe zugänglich zu machen. Hierfür ist es wichtig, dass das Produkt nicht zu teuer ist. Wir wollen 100 Prototypen kostenfrei an Tester herauszugeben, um noch weitere Verbesserungen vornehmen zu können. Um diese 100 Prototypen für unsere Pilotstudie fertigen zu können, benötigen wir 50.000 Euro. Hierfür wurden bisher einige Stiftungen und Banken um Mithilfe gebeten. Wir wurden bereits von einigen unterstützt. 

Wenn Sie unser Projekt auch unterstützen möchten, haben Sie hier die Möglichkeit. Spendenquittungen werden bei Bedarf gerne ausgestellt.

Bild zeigt Connecta am Ladekabel angeschlossen auf einem Tisch liegend.
„Connecta“ an einem Ladekabel
Bild zeigt Connecta auf der Rückseite eines Smartphones befestigt, ähnlich einem Rucksack.
So wird Connecta am Smartphone befestigt.